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Kompetenzen

Digitales Röntgen

Einsatzbereiche

Röntgenaufnahmen dienen vor allem zur Untersuchung von drei Bereichen: Zur Untersuchung der Knochen, von Lunge und Herz (Thoraxbild) oder vom Bauchraum.

Wofür benötigt man das digitale Knochenröntgen?

Durch das Knochenröntgen können Veränderungen am Knochen und den Gelenken festgestellt werden, z.B. Brüche, Gelenkabnutzung (Arthrose) oder Knochen- und Gelenkentzündungen (Arthritis). Auch Knochentumoren werden in der Regel im Röntgenbild erkannt.

Wofür benötigt man das Lungen- und Herzröntgen (Thoraxbild)?

Durch das Thoraxbild kann man Lungenveränderungen, etwa Lungenentzündungen oder Herzvergrösserungen und Zeichen einer verminderten Herzfunktion, erkennen. Auch Tumoren der Lungen werden häufig schon im digitalen Röntgen erkannt. Bei chronischen Lungenerkrankungen ist dies häufig die Methode erster Wahl für langjährige Verlaufskontrollen.

Wofür benötigt man das Röntgen des Bauchraumes (Abdomen)?

Im Bauchraum lassen sich Steine in Nieren und Gallenblase, gelegentlich auch Hinweise auf eine Darmerkrankung erkennen.

Was erwartet mich?

Das digitale Röntgen dauert etwa 15 Minuten. Dabei werden von dem betroffenen Körperteil meist ein oder mehrere Röntgenbilder aufgenommen. Die Belichtung selbst dauert nur einen Bruchteil von Sekunden, jedoch müssen Sie exakt positioniert werden und das Röntgengerät ideal auf Sie eingestellt werden, damit wir eine optimale Bildqualität erhalten. Dies kann einige Minuten dauern. Für die Aufnahme eines Thoraxbildes muss man mit etwa zehn Minuten rechnen, die Röntgenaufnahme wird im Stehen von hinten und von der Seite her aufgenommen. Für Skelettaufnahmen müssen Sie bis zu 20 Minuten einplanen.

Stereotaxie

Verschiedene bildgebende Verfahren können die Probenentnahme (Biopsie) aus der Brust leiten. Alle Veränderungen in der Brust, die im Ultraschall (Sonographie) abgebildet werden, werden auch im Ultraschall biopsiert, da dies die schnellste und am wenigsten belastende Methode ist. Sämtliche Probenentnahmen werden unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt.

Sind die fraglichen Veränderungen nur im Bruströntgen (Mammographie) zu erkennen, muss die Probenentnahme mit der Stereotaxie erfolgen. Darunter versteht man eine Methode mit Röntgen aus verschiedenen Blickwinkeln, die durch computergesteuerte Zielführungssysteme eine genaue Probenentnahme in der Tiefe der weiblichen Brust ermöglicht. Die Patientin liegt dabei komfortabel auf dem Bauch und der Vorderseite des Körpers, während die Brust durch eine Öffnung in dieser Liege geröntgt wird. Das Röntgen aus zwei Blickwinkeln dient als Grundlage für die computergesteuerte Zielführung der Biopsienadel. Ist die Veränderung nur in der Magnetresonanztomographie (MRI) erkennbar, kann man sie auch in dieser biopsieren. Je nach Zahl und Lage der fraglichen Gewebsveränderungen dauert eine solche Probenentnahme zwischen 45 Minuten und zwei Stunden. Daher wird diese Methode nur verwendet, wenn die fraglichen Veränderungen im Ultraschall und in der Stereotaxie nicht abgebildet werden.

Nach der Probenentnahme wird ein Druckverband angelegt, um einen möglicherweise auftretenden Bluterguss möglichst klein zu halten. Die Untersuchungsergebnisse liegen innerhalb weniger Tage vor. Normalerweise informiert Sie die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, meist aus der Gynäkologie oder Senologie, über das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung.

Mammographie

Einsatzbereiche

Die Mammographie ist eine Untersuchung der weiblichen Brust mit Röntgenstrahlung, die zur Früherkennung von Brustkrebs dient. Bei Brustkrebs sind die Heilungschancen umso höher, je früher man ihn erkennt.

Wie funktioniert diese Untersuchung?

Die Röntgenstrahlung durchdringt die Brust und bildet sie auf einem Röntgenbild ab. Schon kleinste Anzeichen und Hinweise auf Brustkrebs sind darauf erkennbar.

Ist diese Untersuchung schädlich?

Bei einer Mammographie ist die Patientin weniger Strahlung ausgesetzt als innerhalb eines Jahres in ihrer natürlichen Umgebung vorkommt. Die Strahlenbelastung ist also relativ gering.

Was erwartet Sie?

Für eine Mammographie muss man etwa zehn Minuten rechnen. Die Brust wird im Röntgengerät flachgedrückt, um die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten und hochqualitative Bilder zu erhalten. In der Regel werden von jeder Seite zwei Bilder angefertigt. Wir sind bemüht, der überweisenden Ärztin oder dem überweisenden Arzt das Ergebnis rasch zukommen zu lassen. Gemäss den europäischen Richtlinien nehmen wir bei allen Patientinnen Zweit- und Drittlesungen vor. Wir bitten um Verständnis für den Fall, dass wir nur bei sehr klaren Befunden das Ergebnis sofort mitteilen können und sich Teilaspekte der Befundung gelegentlich ändern können.

Was müssen Sie beachten?

Es ist günstiger, eine Mammographie in der ersten Zyklushälfte durchführen zu lassen, weil dann das Gewebe weniger Wasser eingelagert hat. Das macht das Zusammendrücken weniger unangenehm und man erhält bessere Röntgenbilder.

Unser Gerät

Unser Röntgeninstitut verfügt über das neue volldigitale Mammographiegerät «Giotto» mit eigener Bildverarbeitung. Damit führen wir die Mammographie für die Patientin so schnell und angenehm wie möglich durch. Das Gerät ist sehr beweglich und auch für Patientinnen im Rollstuhl geeignet. Gleichzeitig sorgt das System für eine möglichst niedrige Strahlendosis – individuell für Ihre Brustgrösse und Gewebeart berechnet.

Gewebeentnahmen (Stanzbiopsien)

Eine Gewebeuntersuchung wird erforderlich, wenn bei der Mammographie ein unklarer Knoten entdeckt wird. Für eine Gewebeentnahme setzt man etwa 30 Minuten an. Bitte reservieren Sie sich insgesamt circa eine Stunde für Vorbereitung, Untersuchung und Gewebsentnahme.

Mit einer dünnen Hohlnadel wird dabei unter örtlicher Betäubung Gewebe aus dem Knoten entnommen und untersucht. Innerhalb von ein bis zwe Tagen erfährt die Patientin das Ergebnis. Wir können unklare Knoten, die verkalken, mit einer eigenen dafür optimierten Röntgenanlage entnehmen (Stereotaxie). Für Knoten, die im Ultraschall erkennbar sind, verwenden wir die Ultraschalluntersuchung zur Gewebeentnahme. Falls Knoten in beiden Verfahren nicht erkannt werden können, steht als letzte Möglichkeit die MR-gesteuerte Biopsie zur Verfügung. Die MR-gesteuerte Biopsieentnahme nimmt selbst etwa 45 Minuten in Anspruch, bei mehreren Biopsieorten kann sie auch bis zu 70 Minuten dauern. Nehmen Sie sich mit Vorbereitung und Nachbetreuung daher etwa 2 Stunden Zeit. 

Magnetresonanztomographie (MRI)

Einsatzbereiche

Die MRI gilt derzeit als die beste Untersuchungsmethode von Gehirn, Wirbelsäule, Gelenken und Weichteilen. Bei bestimmten Fragestellungen kann sie auch zur Untersuchung von Bauchraum und Becken sowie der Blutgefässe und des Herzens oder auch der weiblichen Brust eingesetzt werden.

Wie funktioniert diese Untersuchung?

In den Körperzellen werden kleinste Magnetfelder mittels Radiowellen angeregt und gemessen. Aus den Messwerten wird per Computer ein Schnittbild des Körpers errechnet. Röntgenstrahlen, also ionisierende Strahlen, kommen nicht zur Anwendung.

Ist die Untersuchung schädlich?

Die MRI benötigt keine Röntgenstrahlen. Die Untersuchung ist nicht spürbar, allenfalls können leichte Vibrationen des Gerätes sowie ein klopfendes Geräusch wahrgenommen werden. Bisher sind keine schädlichen Wirkungen bekannt.

Unser Gerät

Unser Röntgeninstitut verfügt über das neuste Siemens «Avanto TIM» Magnetresonanztomographie-Gerät. Mit seiner grossen Öffnung und seiner weichen Liege bietet es einen komfortablen Zugang und lässt ein eventuell beklemmendes Gefühl erst gar nicht aufkommen.

Was erwartet Sie?

Eine Untersuchung nimmt etwa 20 bis 60 Minuten in Anspruch. Die Patientin bzw. der Patient wird dazu in eine Art Röhre geschoben und soll sich während der Messungen nicht bewegen. Das Gerät verursacht beim Betrieb ein lautes Klopfgeräusch. In manchen Fällen ist es bei einer MRI nötig, ein Kontrastmittel zu verabreichen. Für Gelenkuntersuchungen wird dieses Kontrastmittel unter sterilen Bedingungen mit Durchleuchtungskontrolle direkt in das Gelenk gespritzt, für fast alle anderen Untersuchungen wird es in eine Vene injiziert.

Falls Sie unter starker Platzangst leiden, teilen Sie uns dies bitte bei der Terminvergabe mit. Es besteht die Möglichkeit, 30 Minuten vor der Untersuchung ein angstlösendes Medikament zu verabreichen. Bitte beachten Sie, dass Sie anschliessend nicht selber Auto fahren dürfen und sollten daher in Begleitung zur Untersuchung kommen.

Was müssen Sie beachten?

Vor der Untersuchung müssen alle metallischen Gegenstände und technischen Geräte abgelegt werden. Dazu zählen Schmuck, Uhren, Handy und Kreditkarten. Auch metallische Piercings stören und sollten entfernt werden. Wenn sich metallische Gegenstände in Ihrem Körper befinden, müssen Sie dies dem Personal unbedingt mitteilen, denn dann kann diese Untersuchung unter Umständen nicht durchgeführt werden oder es müssen vorgängig genauere Abklärungen getroffen werden. 
Das gilt für:

  • Herzschrittmacher
  • Metallische Clips an Blutgefässen, insbesondere im oder am Gehirn: Sollte dies der Fall sein, bitten wir Sie, uns über Operationszeitpunkt und Operationsort zu informieren.
  • Künstliche Herzklappen (bitte Klappenpass mitbringen): Moderne Herzklappen ab 1990 sind in der Regel MR-kompatibel, wir möchten jedoch mit Ihren Unterlagen sicher gehen, dass dies tatsächlich so ist.
  • Insulinpumpen
  • Neurostimulatoren
  • Hörhilfen, die nicht entfernt werden können (z.B. Cochleaimplantate).
  • Kupferspiralen
  • Tätowierungen und permanentes Make-up

Um alle Eventualitäten auszuschliessen oder einzuberechnen erhalten Sie vor der Untersuchung deshalb einen speziellen Fragebogen zum Ausfüllen. Die meisten künstlichen Herzklappen sind heute MR-tauglich, wir sollten dennoch genau wissen, um welche Klappe es sich handelt. Bitte bringen Sie dafür Ihren Klappenpass mit, sofern Sie darüber verfügen. Künstliche Gelenke sowie operativ versorgte Knochenbrüche (Metallplatten, Nägel, Schrauben, Stäbe, Klammern) sind in der Regel unproblematisch für eine MRI-Untersuchung.

Computertomographie

Einsatzbereiche

Die Computertomographie ist eine besondere Form des Röntgens, welche eine Schnittbilddarstellung und dreidimensionale Darstellung ermöglicht. Die CT ist insbesondere für die Untersuchung des Skeletts, der Lunge, des Herzens, des Bauchraumes und des Schädels etabliert. Auch bei Tumor-, Leber- und Darmerkrankungen liefert sie wichtige Informationen. Gelegentlich wird sie zur Darstellung der Gefässe oder des Herzens eingesetzt. Zudem ermöglicht sie die bildgesteuerte Schmerzbehandlung, etwa bei Rückenschmerzen, sowie die gezielte Entnahme von Gewebeproben.

Funktionsweise

Für die Computertomographie ist häufig eine Kontrastmittelgabe erforderlich. Das Kontrastmittel wird hierfür direkt in eine Vene eingespritzt. Für Untersuchungen des Darmes ist zudem eine Kontrastmittelzugabe in den Darm erforderlich. Falls dies für Ihre Fragestellung notwendig ist, werden Sie gebeten, dieses Kontrastmittel ab circa einer Stunde vor dem Beginn Ihrer Untersuchung zu trinken.

Unser Gerät

Wir verfügen über ein modernes Spiral-Mehrzeilen-CT. Das CT-Gerät ist viel kürzer als das MRI-Gerät, seine Öffnung weit. Unser CT ist speziell auch für die Entnahme von Gewebsproben oder für Schmerztherapeutische Massnahmen ausgerüstet.

Was erwartet Sie?

Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, jedoch sollten Sie mit einer Vorbereitungszeit von bis zu einer Stunde rechnen. Dies hängt vor allem von der untersuchten Körperregion ab. Sie werden bei der Anmeldung zur Untersuchung von uns genauestens darüber informiert. Zur Untersuchung des Bauchraumes werden Sie gegebenenfalls gebeten, Kontrastmittel zu trinken und müssen dafür circa eine Stunde vor der Untersuchung bei uns eintreffen. Für die Untersuchung selbst werden Sie auf einer komfortablen Liege positioniert. Je nach Fall wird während der Untersuchung gegebenenfalls Kontrastmittel über einen speziell dazu vorbereiteten Zugang direkt in die Vene gespritzt.

Ist diese Untersuchung schädlich?

Die Computertomographie verwendet in der Regel mehr Strahlen-Dosis als das konventionelle Röntgenbild. Daher wägt die zuweisende Ärztin oder der zuweisende Arzt zusammen mit uns und unter allen wichtigen Aspekten sorgfältig den Nutzen dieser Untersuchung für Sie ab. Unser modernes Computertomographiegerät ermöglicht bei vielen Untersuchungen eine relevante Dosiseinsparung.

Gibt es Risiken oder Kontraindikationen?

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie früher bereits Kontrastmittel nicht gut vertragen haben. Die Kontrastmittelgabe erfordert auch eine weitgehend normale Nierenfunktion. Des Weiteren können Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Schilddrüse und mit Zuckererkrankungen (Diabetes), Probleme bei der Kontrastmittelgabe bekommen, wenn zuvor keine speziellen Vorkehrungen getroffen worden sind. Eine Laboruntersuchung, die auch Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt veranlassen kann, schafft in der Regel Klarheit und sollte noch vor dem Untersuchungstermin bei uns vorliegen.
Weiterhin bitte wir Sie, uns bereits bei der Terminvergabe mitzuteilen, ob Sie

  • eine Nierenfunktionsstörung oder eine Transplantatniere haben,
  • unter einer Schilddrüsenfunktionsstörung leiden (insbesondere einer Überfunktion),
  • Medikamente für eine Zuckererkrankung (Diabetes) einnehmen,
  • das Kontrastmittel bei einer Voruntersuchung nicht gut vertragen haben,
  • eine bekannte Medikamentenallergie vorliegt.

Sollte einer dieser Fälle auf Sie zutreffen, informieren wir Sie gerne persönlich oder telefonisch über die erforderlichen Massnahmen und Laboruntersuchungen vorab.

Was müssen Sie beachten?

Für manche Untersuchungen ist es nötig, dass Sie bis zu einer Stunde vor der eigentlichen Untersuchung bei uns erscheinen, so dass wir in Ruhe alles vorbereiten können. Das Gerät ist sehr kurz, so dass Patientinnen und Patienten mit nur sehr ausgeprägter Platzangst ein beruhigendes Medikament bekommen müssen. Sollte dies auf Sie zutreffen, bitten wir Sie uns vorab zu informieren. In diesem Falle müssen Sie mit einer Vorlaufzeit von circa 30 Minuten vor der Untersuchung rechnen, damit wir Ihnen ein Beruhigungsmittel verabreichen können und dieses zur Wirkung kommt. Sie sollten danach nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren und daher in Begleitung zur Untersuchung kommen.

Durchleuchtung

Einsatzbereiche

Die Durchleuchtung wird zur Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Darm oder aber zur Darstellung von Arterien und Venen eingesetzt (z.B. vor einer Operation zur Entfernung der Venen). Bei Gelenkpunktion kann der Gelenkraum gezielt dargestellt werden (Arthrographie). Gelegentlich dient die Durchleuchtung anstelle der Computertomographie zur Schmerztherapie.

Wie funktioniert diese Untersuchung generell?

Durch Verwendung von schwachen, anhaltenden oder gepulsten Röntgenstrahlen kann die Röntgenärztin oder der Röntgenarzt eine Live-Übertragung der Bilder auf einem Bildschirm verfolgen und dadurch sehr gezielte Röntgenaufnahmen anfertigen.

Durchleuchtung von Speiseröhre, Magen und Darm - Was erwartet Sie?

Zunächst nehmen Sie ein Kontrastmittel ein. Das ist eine für Röntgenstrahlung fast undurchlässige, jod- oder bariumhaltige Flüssigkeit. Je nach Fragestellung und Vorgeschichte wird entweder das eine oder andere röntgendichte Kontrastmittel verwendet. Das Kontrastmittel wird für Untersuchungen der Speiseröhre und des Magens getrunken oder – bei gewissen bestimmten Darmuntersuchungen – über eine Sonde (Plastikschlauch) zugeführt. Eine Durchleuchtungsuntersuchung dauert typischerweise zwischen 15 und 40 Minuten. Gelegentlich wird die Untersuchung durch Röntgenbilder zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.

Durchleuchtung zur Gefässdarstellung – Was erwartet Sie?

Zuerst wird ein jodhaltiges Kontrastmittel in ein oberflächliches Blutgefäss gespritzt. Dadurch werden die Venen bei der Durchleuchtung sichtbar und es werden Röntgenbilder der Venen (Phlebographie) oder Arterien (Angiographie) angefertigt.

Durchleuchtung bei Gelenkpunktion und Schmerztherapie

Die Durchleuchtung kommt auch bei bildgesteuerten kleinen Eingriffen wie Gelenkspunktionen und selten auch bei Schmerztherapien zum Einsatz. Bei den Gelenkpunktionen dient das Kontrastmittel zum einen zur Weitung des Gelenks, zum anderen erhöht es die Sichtbarkeit der im Gelenk liegenden Bänder auf dem Bild. Häufig wird die Arthrographie des Gelenks mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Gelenks kombiniert, da die Kombination dieser Untersuchungsverfahren sämtliche wichtigen Strukturen der Gelenke darstellt und bildgebend keine Wünsche offenlässt. Bitte beachten Sie, dass Sie im Anschluss an Arthrographien insbesondere von Schulter, Handgelenk oder Hüftgelenk nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren sollten.

Ultraschall (Sonographie)

Funktionsweise

Diese Methode der Bildgebung in der Medizin arbeitet mit Schallwellen, genauer gesagt mit dem Echo, das entsteht, wenn mittels einer Sonde Schallwellen in den Körper gesendet werden. Aus der Differenz zwischen der ausgesendeten Schallwelle und dem eintreffenden Echo werden die Bilddaten gerechnet. Bis heute sind keine Nachteile bekannt, die durch die verwendeten Schallwellen auftreten könnten. Weitere verwendete Begriffe für diese Methode sind Sonographie oder Echographie.

Einsatzbereiche

Der Ultraschall kann in jeder Körperregion verwendet werden, die nicht von Knochen umgeben ist, denn Knochen senden die eintreffende Schallwelle vollumfänglich als Echo zurück, so dass kein Bild gerechnet werden kann. Bei erwachsenen Personen kann demnach zum Beispiel kein Ultraschall vom Gehirn gemacht werden, bei Babies dagegen schon, da bei ihnen die Fontanelle noch nicht verknöchert ist und ein sogenanntes Schallfenster fürs Gehirn offen ist.

Der Ultraschall wird durch die Radiologin oder den Radiologen selbst durchgeführt.

was erwartet Sie?

Eine Vorbereitung braucht es lediglich für einen Ultraschall des Bauches. Für eine Untersuchung des Oberbauches sollten Sie mindestens sechs Stunden nüchtern sein, also weder gegessen noch getrunken haben. Sollte dies für Sie keinesfalls durchführbar sein, ist es Ihnen erlaubt, maximal ein Glas Wasser zu trinken. Für eine Untersuchung des Unterbauches sollte die Harnblase voll sein, da sie dann während der Untersuchung als Leitstruktur dienen soll. Für die anderen Körperregionen braucht es keine Vorbereitung. Sie kommen in unsere Abteilung und können nach der Untersuchung wieder nach Hause gehen.

Wenn Sie es wünschen, können Sie mit der Radiologin oder dem Radiologen das Resultat der Untersuchung persönlich besprechen. Sie können diese aber auch mit Ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt diskutieren. In jedem Fall geht ein Bericht mit der Auswertung der erhobenen Befunde sowie ein Datenträger mit den Bildern an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. 

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin ist wie die Radiologie ein Fachgebiet der Medizin, welches die Bildgebung zur Artdiagnostik und Lokalisation von Krankheiten benutzt.
Die Nuklearmedizin umfasst dabei die Anwendung leicht radioaktiver Substanzen in der Medizin zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik sowie offener Radionuklide in der Therapie.

Die Stärke der Nuklearmedizin ist die hohe Sicherheit, eine Krankheit zu entdecken falls diese vorhanden ist, ihre Schwäche war bisher die relativ niedrige Charakterisierbar der dargestellten Veränderungen und deren Lokalisierung.

Diese Schwäche wurde mittlerweile durch den Einsatz von Hybridgeräten wie dem SPECT/CT behoben. An diesen Geräten fügen Nuklearmediziner und Radiologen die Stärken ihrer Bildgebungen zusammen und erreichen dadurch hohen Treffsicherheiten und korrekte Diagnosen.

In der nuklearmedizinischen Therapie werden hochenergetische Radiopharmaka eingesetzt, die Beta- oder Alphastrahlung abgeben. Diese Strahlungsarten zeichnen sich durch eine geringe Durchdringungstiefe (wenige Millimeter bei Betastrahlung, einige µm bei Alphastrahlung) und dadurch geringe Nebenwirkungenen aus.

Skelettszintigraphie - SEPCT/CT in der Onkologie und 3 Phasen-SPECT/CT in der Orthopädie und Rheumatologie

Mittels der Skelettszintigraphie können wir den Knochenstoffwechsel untersuchen (Stressreaktion des Knochens). Bei bestimmten Fragestellungen untersuchen wir zusätzlich die Weichteildurchblutung (Charkterisierung und Graduierung entzündlicher Prozesse) .

 
Bei der onkologischen Skelettszintigraphie wird diese im Falle unklarer Befunde mit einer SPECT/CT ergänzt (radiologische Charakterisierung der Veränderung).
Bei orthopädischen Fragestellungen untersuchen wir das Zielgebiet, häufig die Prothesenregion immer mittels der Kombination aus Nuklearmedizin und Radiologie, dem SPECT/CT. Zusätzlich wird bei Prothesen der unteren Extremitäten eine CT Rotation berechnet (Orthoexpert).

Aufklärungsbogen Ganzkörper-Skelettszintigraphie und 3 Phasen SPECT/CT

Antigranulocyten-Szintigraphie (SEPCT/CT)

Die Szintigraphie/ SPECT/CT mit monoklonalen Tc-99m-markierten Anti-Granulozyten Antikörpern erlaubt es, die Verteilung des Antikörpers im Körper des Patienten zu erkennen.

Sentinel-Lymphknotenszintigrafie

Die Sentinel-Lymphknotenszintigraphie wird durchgeführt, um tumorbefallene Lymphknoten bei Brustkrebs, Vulvakarzinom und Melanom (schwarzer Hautkrebs) während der Operation besser zu finden und schonender operieren zu können.

Aufklärungsbogen Sentinel

Hirnrezeptorszintigraphie (SPECT mit DaTSCAN)

Mit dem Dopamintransporterliganden I-123-FP-CIT kann die Dichte des präsynaptischen Dopamintransporters des dopaminergen Systems (Striatum) dargestellt und quantifiziert werden.

Indikation

  • Abgrenzung Parkinsonsyndrome (z.B. M. Parkinson, MSA, PSP) vom essentiellen Tremor
  • Abgrenzung der Alzheimer Demenz vom Lewy - Body - Demenztyp (DLB)

Im Rahmen von Demenzabklärungen führen wir falls gewünscht eine
radiologisch/ nuklearmedizinische Kombinationsdiagnostik bestehend aus MR Neurocranium (neuroradiologischer Befund) mit 3D-Morphometrie (frühzeitige Diagnostik atropher Hirnareale, 3D-Vergleich mit Normalkollektiv) und Hirn-SPECT mit DaTSCAN zur 3D-Darstellung hypometaboler Hirnareale (Vergleich mit Normalkollektiv)

Anmerkung: Die Einnahme von Dopaminagonisten und Dopaminantagonisten (L-Dopa, Metoprolol, etc.) beeinflusst den Dopamintransporter nicht. Ein Absetzen ist also nicht notwendig.

Lungenszintigrafie (SPECT/CT) - Lungenemboliedaignostik bei Niereninsuffizienz

Die Lungenszintigraphie wird zum Ausschluss einer Lungenembolie (=Blutgerinnsel in den Lungengefässen) durchgeführt. Bei gleichzeitiger Durchführung einer Low dose Lungen CT werden die häufigsten Ursachen unklarer Thoraxschmerzen neben der Lungenembolie nachgewiesen oder ausgeschlossen.

Aufklärungsbogen Lungen-SPECT/CT

Nebenschilddrüsen-SPECT/CT

Die Nebenschilddrüsen-Szintigraphie dient dem Auffinden vergrösserter Nebenschilddrüsen und der Suche versprengter Nebenschilddrüsen. Eine genaue Lokalisierung der vergrösserten Nebenschilddrüse ist wichtig, um festzustellen, ob eine Operation nötig ist und um die allfällige Operation möglichst schonend durchzuführen.

Aufklärungsbogen Nebenschilddrüsen-SPECT/CT

Alpharadin (Ra223) Therapie (Xofigo)

Seit 2015 bieten wir die Alpharadin (Xofigo) Therapie bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit Knochenmetastasen an. Die Therapie wird in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Onkologie und den zuweisenden Onkologen und Urologen ambulant durchgeführt.

Üblicherweise werden 6 Injektionen im Abstand von 4 Wochen verabreicht. Vor Therapie sollte ein aktuelles Blutbild, Skelettszintigraphie und ein CT Thorax / Abdomen vorliegen.

Engeried
Riedweg 15
3012 Bern
Tel. +41 31 309 91 11 
Fax +41 31 309 98 44
engeried@lindenhofgruppe.ch

Lindenhof
Bremgartenstrasse 117
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