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Stereotaxie und tomosynthesegesteuerte Vacumsbiopsie

Engeried
Lindenhof

Mit dem zunehmenden Einsatz der Mammografie und insbesondere der Mammographie-Brusttomosynthese werden nicht tastbare kleinste abklärungsbedürftige Befunde entdeckt. Rechnergesteuert können gezielt kleine Gewebezylinder gewonnen werden, die es erlauben eine histologische (feingewebliche) Diagnose zu stellen.

Vorbereitung und Ablauf der Punktion

Vor dem Eingriff muß eine Gerinnungsstörung ausgeschlossen werden. Blutverdünnende Medikamente, wie z.B. Marcumar, sollen nach Absprache mit dem Arzt, zeitweise abgesetzt werden. Die Punktion wird üblicherweise im Liegen durchgeführt.

Ist mit Komplikationen und Nebenwirkungen zu rechnen?

Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken. Auf mögliche Komplikationen, die trotz größter Sorgfalt in Einzelfällen auftreten können, sind wir vorbereitet und können direkt eingreifen. In seltenen Fällen sind es kleine Blutungen und Kollapszustände.

Was ist eine stereotaktische oder tomosynthesegesteuerte Vacuum -Biopsie der Brust ?

Ein Gerät mit dem ambulante stereotaktische oder tomosynthesegesteuerte Gewebeentnahmen in der Brust durchgeführt werden. Unter stereotaktischen Biopsien versteht man Gewebeentnahmen, bei denen der genaue Entnahmeort durch Röntgenaufnahmen aus zwei Ebenen bestimmt wird. Diese Aufnahmen werden im Computer gespeichert. Der Arzt kann dann auf beiden Aufnahmen das Areal markieren, aus dem die Gewebeprobe entnommen werden soll. Dies gelingt am besten, wenn der Befund Mikroverkalkungen enthält. Auf Grund dieser Zielmarkierung errechnet der Computer die Einstellungen/ Koordinaten für die Biopsienadel, welche in der Folge durch einen Hautschnitt von etwa 3-4 mm zum Ziel vorgeschoben wird. Die Gewebeentnahme erfolgt in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie), im Liegen.

Die Biopsie erfolgt mit einer Hohlnadel von 3 mm Durchmesser, die nahe der Spitze eine seitliche Öffnung von 2 cm Länge aufweist. Durch ein Vakuum wird das zu entfernende Gewebe in diese Öffnung gesaugt und anschliessend mit einem Hochgeschwindigkeits-Rotationsmesser abgetrennt. Durch schrittweises Drehen der Nadel und Wiederholung dieses Vorgangs kann Gewebe rings um die Einstichstelle entnommen werden. Auf diese Weise ist es möglich, Veränderungen von bis zu 1 cm Durchmesser vollständig zu entfernen.

Der Eingriff hinterlässt im Inneren der Brust keine Narbe, deshalb wird am Schluss der Gewebeentnahme die Entnahmestelle häufig mit einem kleinen Metallclip markiert, dies erlaubt dem Operateur das schnelle und sichere Auffinden der betroffenen Stelle und eine möglichst minimale Gewebeentnahme (1- Film einfügen).

Welches sind die besonderen Vorteile der tomosynthesegesteuerten Vacuumbiopsie?

Bisher standen uns zur Abklärung unklarer Befunde an der Brust einerseits die zwar schonenden, manchmal aber nur bedingt aussagekräftigen Feinnadel- und Stanzbiopsien und andererseits die offene operative Gewebeentnahme zur Verfügung. Letztere erlaubt eine vollständige Entfernung des verdächtigen Befundes. Sie muss aber in der Regel in Narkose in einem Operationssaal erfolgen und macht nicht selten einen kurzen Spitalaufenthalt notwendig. Nach dem Eingriff entsteht im Innern der Brust eine Narbe, die eine mammographische Verlaufsbeurteilung erschweren kann.

Die tomosynthesegesteuerte Vacuumbiopsie ist sehr zielgenau und deshalb diagnostisch höchst zuverlässig und eignet sich besonders für kleine sternförmige Veränderungen in der Brustdrüse, die mit stereotaktischen Aufnahmen und der digitalen Mammographie oft nicht erkannt werden können (2-Vortrag einfügen). Sie hinterlässt in der Regel keine innere Narbe. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, er dauert ca. 15-20 min.

Aus diesen Gründen ist die ambulante tomosynthesegesteuerte Vakuumbiopsie der Brust eine ideale Methode um kleine verdächtige Befunde, die keine Mikroverkalkungen enthalten und nur mittels Brusttomosynthese erkannt wurden diagnostisch weiter abzuklären.

In seltenen Fällen sind verdächtige Veränderung in der Brustdrüse nur in der Magnetresonanztomographie (MRI) erkennbar, und dann MRI gesteuert zu biopsieren.

Nach der Probenentnahme mittels Vacuumbiopsie wird ein Druckverband angelegt, um den Bluterguss möglichst klein zu halten. Das Untersuchungsergebnis liegt innerhalb weniger Tage (meistens 1-2) vor. Normalerweise informiert Sie Ihr behandelnder Arzt (Gynäkologe, Senologe oder Hausarzt) über das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung.


Aufklärungsprotokolle der Arbeitsgruppe Minimal Invasive Brustbiopsien (MIBB) der Schweizerischen
Gesellschaft für Senologie (SGS)

Stereotaxie

Verschiedene bildgebende Verfahren können die Probenentnahme (Biopsie) aus der Brust leiten. Alle Veränderungen in der Brust, die im Ultraschall (Sonographie) abgebildet werden, werden auch im Ultraschall biopsiert, da dies die schnellste und am wenigsten belastende Methode ist. Sämtliche Probenentnahmen werden unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt.

 

Sind die fraglichen Veränderungen nur im Bruströntgen (Mammographie) zu erkennen, muss die Probenentnahme mit der Stereotaxie erfolgen. Darunter versteht man eine Methode mit Röntgen aus verschiedenen Blickwinkeln, die durch computergesteuerte Zielführungssysteme eine genaue Probenentnahme in der Tiefe der weiblichen Brust ermöglicht. Die Patientin liegt dabei komfortabel auf dem Bauch und der Vorderseite des Körpers, während die Brust durch eine Öffnung in dieser Liege geröntgt wird. Das Röntgen aus zwei Blickwinkeln dient als Grundlage für die computergesteuerte Zielführung der Biopsienadel. Ist die Veränderung nur in der Magnetresonanztomographie (MRI) erkennbar, kann man sie auch in dieser biopsieren. Je nach Zahl und Lage der fraglichen Gewebsveränderungen dauert eine solche Probenentnahme zwischen 45 Minuten und zwei Stunden. Daher wird diese Methode nur verwendet, wenn die fraglichen Veränderungen im Ultraschall und in der Stereotaxie nicht abgebildet werden.

Nach der Probenentnahme wird ein Druckverband angelegt, um einen möglicherweise auftretenden Bluterguss möglichst klein zu halten. Die Untersuchungsergebnisse liegen innerhalb weniger Tage vor. Normalerweise informiert Sie die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, meist aus der Gynäkologie oder Senologie, über das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung.

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