Neues Interventionszentrum Flügel C

Seit Herbst 2015 ist das neue Interventionszentrum nach zwei Jahren Bauzeit in erfolgreichem Betrieb. Ausgestattet u. a. mit zwei Herzkatheter- Labors, einem gastroenterologischen Interventionsraum und einem OP-Saal bewährt sich die sorgfältige Planung der Infrastruktur und der vernetzten Prozesse.

Nach rund 2 Jahren Planungs- und Bauzeit konnte im Spätherbst 2015 das Interventionszentrum in Betrieb genommen werden. Das Zentrum beherbergt zwei Herzkatheter-Labors, je einen Interventionsraum für Gastroenterologie und Pneumologie, einen Raum für Schmerzsprechstunden, einen OP-Saal für Augenoperationen sowie einen Multifunktionsraum mit einem C-Bogen (Durchleuchtungsgerät).

Spezialärztinnen und -ärzten aus verschiedensten Fachgebieten bietet sich im Zentrum die Möglichkeit, ihre ambulanten und stationären Patienten in grosszügigen, hellen und zweckmässig eingerichteten Interventionsräumen zu behandeln. Für eine perfekt organisierte Rundumbetreuung der Patientinnen und Patienten arbeiten die Ärztinnen und Ärzte Hand in Hand mit einem hoch spezialisierten Pflegeteam.

Der eigene, direkt im Interventionszentrum integrierte Empfang schafft den Vorteil, die Prozesse kurz und effizient abzuwickeln. Die Patienten treten für ambulante Eingriffe direkt im Interventionszentrum ein und werden nach den Eintrittsmodalitäten zu den entsprechenden Behandlungsräumen oder zur Vorbereitung auf den Eingriff in die Tagesklinik geleitet.

Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Dispositionsstellen, Interventionszentrum, Operationsbetrieb und Patientenaufnahme ermöglicht eine optimale Planung und Auslastung der räumlichen Kapazitäten. Dadurch wird auch die bereichsübergreifende Kooperation der verschiedenen Berufsgruppen, insbesondere die Koordination von Anästhesie und den interventionell tätigen Teams, begünstigt.

Für die Disposition aller Räume, Eingriffe und Patientenplätze in der Tagesklinik ist ein elektrisches Tool aufgebaut worden. Dies ermöglicht eine lückenlose Dokumentation, und alle notwendigen Daten sind für die Behandlungsteams elektronisch verfügbar.

In beiden Herzkatheter-Labors ermöglicht eine technisch hochstehende Infrastruktur alle gängigen interventionellen kardiologischen Eingriffe. Nebst elektivem Programm können rund um die Uhr während 365 Tagen notfallmässige Interventionen vorgenommen werden. Ein kleines Team von spezialisierten Mitarbeitenden gewährt mittels Pikettdienst eine schnelle Verfügbarkeit der Labors.

Auch den Spezialärzten der Fachgebiete Gastroenterologie und Pneumologie steht je ein grosszügiger, heller Arbeitsraum mit neuer, moderner Infrastruktur zur Verfügung. Dem Raum für pneumologische Interventionen ist eine Schleuse vorgelagert, um für allfällig notwendige Sicherheitsmassnahmen gerüstet zu sein.

Im Geräte-Aufbereitungsraum werden die gebrauchten Instrumente speziell gereinigt, desinfiziert und aufbereitet. Damit sind sie in kürzester Zeit wieder einsetzbar.

Das Pikett-Team des Interventionszentrums deckt die notfallmässigen Eingriffe rund um die Uhr ab.

Der Multifunktionsraum steht allen Belegärzten des Lindenhofspitals für Kleineingriffe, Punktionen mit oder ohne Durchleuchtung oder Konsultationen offen. Die Dispositionsstelle koordiniert und organisiert die Raumbelegung.

Die Patienten in der Tagesklinik werden von Pflegefachpersonen für ihren Eingriff vorbereitet. Je nach Intervention braucht es nach dem Eingriff eine kurze oder eine über mehrere Stunden dauernde Überwachung, bevor der Patient wieder sicher nach Hause entlassen werden kann. Hierfür steht ein Basis-Monitoring zur Messung von Blutdruck, Puls und Sauerstoff-Sättigung zur Verfügung.

Augenoperationen werden heute zu einem sehr grossen Teil ambulant durchgeführt, die meisten Patienten können nach kürzester Zeit das Behandlungszentrum wieder verlassen. Diesem Umstand ist beim Bau des Interventionszentrums Rechnung getragen worden, die Augenoperationen sind mit Eröffnung des Interventionszentrums vom grossen Operationsbetrieb in den neuen Klein-OP verlagert worden.

Die beiden Teams der Operationsabteilung und des Interventionszentrums betreuen in enger Zusammenarbeit diese Patienten.

Die Schmerzsprechstunde ist ebenfalls im Interventionszentrum angesiedelt. Im Angebot stehen umfassende Schmerzbehandlungen und interventionelle Schmerztherapien.

Marie-Louise Kurmann, Bereichsleiterin Spezialpflege, Lindenhofspital

Organisation

Das vielfältige Angebot an Interventionen und notwendiger Überwachung erfordert einerseits ein fundiertes medizinisches und pflegerisches Fachwissen und andererseits zusätzliche spezielle Fähigkeiten und technisches Flair.

In dem als Einheit konzipierten Herzkatheter-Labor werden die Patientinnen und Patienten von einem kleinen Team speziell ausgebildeter Fachpersonen versorgt und begleitet.

Im Interventionszentrum sollen einerseits die personellen Ressourcen polyvalent eingesetzt werden können, andererseits wollen wir hier einen attraktiven und interessanten Arbeitsplatz bieten. Die Abteilungsleiterin setzt dazu ihre Mitarbeitenden nach entsprechender Schulung und Einarbeitung einerseits als Assistenz während der gastroenterologischen und pneumologischen Interventionen, kleinchirurgischen Eingriffen und andererseits zur Vorbereitung, Überwachung und Pflege in der Tagesklinik ein. Durch diese Flexibilität sollen jederzeit personelle Engpässe überbrückt und die Räume ausgelastet werden können; den Mitarbeitenden bietet sich dadurch eine vielfältige und abwechslungsreiche Tätigkeit.