Qualitätsbericht der Lindenhofgruppe 2021

Qualitätsbericht 2021 18 | 72 SICHERE MEDIKATION DANK PHARMAZEUTISCHEM FACHWISSEN Die Patientensicherheit steht in der Lindenhofgruppe an oberster Stelle. Auch bei der Medikation. Deshalb bringen unsere Spitalapothekerinnen und -apotheker ihr Fachwissen in die Behandlungsprozesse ein. Sie unterstützen die Versorgung der Patientinnen und Patienten vor Ort und entlasten so die Ärztinnen und Ärzte. Beim Spitalaustritt stellt die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt den Patientinnen und Patienten in der Regel ein Rezept aus, mit dem sie das verordnete Medikament in einer öffentlichen Apotheke beziehen können. Anders im Lindenhofspital. Hier erhalten die austretenden Patientinnen und Patienten ihre Medikamente direkt von der Pflege ausgehändigt gemäss vorheriger ärztlicher Verordnung. DOPPELTE PRÜFUNG ERHÖHT SICHERHEIT Im Jahr 2014 verfügte der Kantonsapotheker, dass die ärztlich verordnete Austrittsmedikation vor Abgabe an die Patientin oder den Patienten nicht nur durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt, sondern auch durch die Spitalapotheke zu prüfen ist. Die Spitalapotheke der Lindenhofgruppe startete aus diesem Grund zusammen mit der Ärzteschaft und den Pflegenden auf zwei Bettenstationen ein Pilotprojekt mit dem Ziel, den gesamten Ablauf des Austrittsmedikationsprozesses zu optimieren und so die Arzneimitteltherapiesicherheit zu erhöhen. Das oberste Gebot der Lindenhofgruppe ist die Sicherheit ihrer Patientinnen und Patienten. Heute werden die Medikamente beim Austritt von den behandelnden Ärztinnen und Ärzte verordnet und von der Spitalapotheke ein weiteres Mal geprüft, bevor sie der Patientin oder dem Patienten beim Spitalaustritt überreicht werden. Das beugt Fehlern vor und erhöht die Patientensicherheit. UNTERSTÜTZUNG IM GESAMTEN MEDIKATIONSPROZESS Künftig will die Spitalapotheke die Ärztinnen und Ärzte vermehrt bereits ab Beginn der Hospitalisation unterstützen. Denn die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln hängt davon ab, dass sie korrekt verschrieben und eingenommen werden. Damit die Medikamente geprüft und validiert werden können, muss beim Spitaleintritt auch bekannt sein, welche Medikamente die Patientin bzw. der Patient regelmässig einnimmt. Diese Angaben ermöglichen es den Spitalapothekerinnen und -apothekern unter anderem mithilfe eines Klinikinformations- systems (Datenbank), unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten zu ermitteln und den Ärztinnen und Ärzten gegebenenfalls ein alternatives Mittel oder eine Optimierung der Therapie vorzuschlagen. Solche Wechselwirkungen betreffen insbesondere ältere Menschen und solche, die gleichzeitig an mehreren Krankheiten leiden. Doch nicht immer ist eine Interaktion zwischen Medikamenten schuld, wenn ein Medikament nicht verträglich ist. Nicht selten müssen Patientinnen und Patienten täglich mehrere Tabletten in unterschiedlicher Dosierung und zu verschiedenen Tageszeiten einnehmen. Dabei geht leicht der Überblick über die korrekte Tabletteneinnahme verloren. Orientierung für eine sichere Einnahme gibt der durch die Apothekerinnen und Apotheker optimierte Medikamentenplan, der mit den Austrittsmedikamenten abgegeben wird. Patienten- sicherheit Medizincontrolling Lehre und Forschung Behandlungs- qualität Messungen im Überblick Patienten- zufriedenheit Qualitätsstrategie

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