In unserer Radio-Onkologie bekämpfen wir Tumoren mit Hilfe von Strahlen. Der immense technische Fortschritt ermöglicht sehr grosse Präzision und wirksame Therapien.
Die Räume unserer Radio-Onkologie sind geprägt von hochmodernen Hightech-Geräten. Dass unsere Patientinnen und Patienten oft Respekt vor den Behandlungen mit Strahlen haben, können wir gut nachvollziehen. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit für Gespräche und schaffen eine möglichst entspannte Atmosphäre.
Unser Spital bietet eine moderne und umfassend ausgestattete Radio-Onkologie mit allen heute gängigen und speziellen Behandlungsarten an.
Im Onkologiezentrum Bern der Lindenhofgruppe bildet die Radio-Onkologie einen wesentlichen Teil der Behandlungskette und übernimmt unter anderem die Vor- und Nachbereitung sowie die Moderation der sogenannten Tumorboards. In diesen regelmässigen Sitzungen mit alle beteiligten Experten – wird das optimale Vorgehen festgelegt Fachexpertinnen und -experten über das optimale Vorgehen. Danach führen wir für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell geplante Behandlung durch.
Moderne Methoden
Die Strahlentherapie hat eine gewaltige technische Weiterentwicklung durchgemacht. Einerseits konnten bestehende Techniken weiter optimiert werden (3D konformale Strahlentherapie), andererseits sind neue Bestrahlungstechniken eingeführt worden - Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT), Image Guided Radiotherapy (IGRT), Stereotaxie (ESRT) und Prostata Seeds Implantation (PSI).
Das Ziel all dieser Entwicklungen ist es, die therapeutische Breite der Radiotherapie weiter zu verbessern. In diesem techniklastigen Bereich der Medizin ist es daher besonders wichtig, den Patienten eng zu betreuen und frühzeitig eine offene Kommunikation zu suchen. So können schon im Vorfeld einer Behandlung viele Ängste vor einer Strahlentherapie abgebaut werden.
Die Verbindung von modernsten Bestrahlungsgeräten mit hoher fachlicher Kompetenz und menschlicher Wärme und Fürsorge stellt die Basis für eine erfolgreiche Behandlung dar und ist unser höchstes Ziel.
Bestrahlungsarten
Welche Bestrahlungsarten kommen zum Einsatz?
Bereits kurze Zeit nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen (1895, Wilhelm Conrad Röntgen) wurden erste Tumorpatienten mit dieser Strahlung behandelt. Allerdings konnte die Röhrenspannung nicht soweit erhöht werden, dass tiefer liegende Tumore mit Erfolg behandelt werden konnten. Für oberflächennahe Tumore wird das konventionelle Röntgengerät aber immer noch erfolgreich eingesetzt.Ebenfalls in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entdeckt H. Becquerel (1852-1908) die Radioaktivität und Marie Curie gelang es, Radium-Quellen aus Pechblende zu extrahieren. Solche Quellen wurden zur Behandlung von Tumoren in der Nähe von Körperhöhlen eingesetzt. Heute dürfen Radium-Quellen nicht mehr benutzt werden. Es stehen heute aber geeignetere Quellen z.B. aus Iridium oder Iod zur Verfügung. Der Einsatz solcher Quellen wird als Brachytherapie bezeichnet. In diese Kategorie fällt auch die Prostataspickung mit Iod-Seeds.
Die meisten Bestrahlungen werden heute aber am Linearbeschleuniger durchgeführt. Die Radio-Onkologie Lindenhof verfügt über drei solche Geräte neuster Generation. An allen unsere Beschleuniger können wir Patienten sowohl mit Elektronenstrahlen oder mit Photonenstrahlen behandeln.
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